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Preisträger 2010 - Kategorie TV

Christa Sauerland-Krämer

Beitrag:

Serie „Waschen, Schneiden, Leben“, exemplarisch die Beiträge
Aristocutz, 19. September 2008
Eddy, 12. Dezember 2008
Jan, 5. Juni 2009
Salon Ruth 13. Februar 2009

Gesendet:

WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln

Begründung der Jury:

Die Serie „Waschen, Schneiden, Leben" ist ein kleines, aber eindrucksvolles Kölner Kaleidoskop. Die Autorin hat sich mit Kamera, Licht, Ton und einer großen Portion Einfühlungsvermögen aufgemacht in die bunte Welt der eintausend Kölner Haarsalons, in denen nicht nur Haare, sondern auch Illusionen fallen, in denen die neue Frisur ein neues Glück oder den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt besiegelt. Damit gönnt sie uns einen intimen, gleichzeitig aber unaufdringlichen Blick auf ein buntes Biotop in Köln.

Die Jury hat Idee, Konzept und Realisation einer Serie überzeugt, der es abseits der großen Reportage-Form gelungen ist, mit vielen kleinen Detail-Eindrücken ein Mosaik zusammen zu fügen, das Menschen dieser Stadt mit ihren Eigenheiten, Sehnsüchten und kleinen wie großen Schicksalen manchmal heiter-lustig, manchmal nachdenklich zeigt und das den Zuschauerinnen und Zuschauern Köln nicht nur um Haaresbreite näher bringt. In den porträtierten Salons entdeckt man manch verblüffende und skurrile Persönlichkeit der Figaros, aber auch der Kunden. Und die spezifischen Eigenheiten des Viertels und der Milieus lassen sich in den einzelnen Folgen spüren.

„Waschen, Schneiden, Leben" entführt die Zuschauer in ein jeweils anderes Universum, in dem sich scheinbar alles um die Haarpflege zu drehen scheint, in Wirklichkeit aber die großen und kleinen Dramen vor- oder nachbereitet werden. Denn fast alle größeren und kleineren Ereignisse des Lebens führen meist auch zu einem Friseurbesuch: die Familienfeier, die Trennung, der Trauerfall. Und im Salon wird nicht nur das Haupthaar gerichtet und in Form gebracht, der ganze Mensch erhält im Friseur-Gespräch Rat, Anregung und Tipps: schließlich, das erfahren wir auch in der Serie „Waschen, Schneiden, Leben", sind Frisöre nicht nur wahre Meister ihres Fachs, sondern ebenso große Selbstdarsteller und – nicht selten – auch unverzichtbare Seelentröster.

 

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